Dreifaltigkeit

ehrenamtliche Küster/innen
Ulrike Büdding, Wilhelm Hiebing, Anne van der Linde,
Maria Nehling, Klaus Schaffeld und Johannes Volmering


Kirchenpatron:
Diese Kirche wurde der Dreifaltigkeit (Vater + Sohn + hl. Geist) geweiht.
Das Patronatsfest ist am Sonntag nach Pfingsten.

Baugeschichte: Die Kirche wurde 1787 fertiggestellt.

Orgel: Die Orgel baute die Firma Breil im Jahr 1983.

Glocke: Die Glocke mit Namen "Ferdinand" wurde
im Jahre 2013 elektrifiziert. Bis dahin wurde sie per Glo-
ckenseil von Hand geläutet.Sie trägt die Jahreszahl 1826,
ist 33,5 kg schwer.

Sitzplätze: 80 Sitzplätze.

Ausstattung: Drei lebensgroße Statuen des Hl. Josef der Gottesmutter Maria und eine
Herz-Jesu-Figur schmücken den Altarraum aus. Früher waren sie bunt bemalt. Der Hoch-
altar stammt aus dem Jahre 1875. Dort befinden sich die Figuren des hl. Ludgerus und des
hl. Georg. Das alte Standkreuz im Chorraum stammt aus dem Mittelalter. Die barocke
Kanzel wurde 1750 vom Anholter Bildhauer Johann Theodor Nadorp geschaffen.

Die kleine Kirche St. Trinitas in Isselburg-Schüttenstein ist um ein Kunstwerk reicher: Eine 250 Jahre alte Kanzel kehrte nach vielen Jahren als Museumsstück wieder an ihren Platz zurück.
Bernhard Booms kann sich noch gut daran erinnern, dass die Kanzel in der Schüttensteiner St.-Trinitas-Kirche in der sonntäglichen Liturgie zum Einsatz kam. "Der alte Pfarrer hat noch auf der Kanzel gepredigt", sagt der 79-Jährige, der Beauftragter der Gemeinde ist. Seit 1952 kümmert er sich um die benachbarte Kirche in dem kleinen Ort bei Isselburg. Im vergangenen Jahr erlebte Booms die Rückkehr der Kanzel, die nun nach langer Abwesenheit wieder die Kirche der Gemeinde schmückt.
Die Kanzel aus Eichenholz stammt aus der Barockzeit und ist etwa 250 Jahre alt. Der Bildhauer Johann Theodor Nadorp hatte sie ursprünglich für die alte Kirche in Anholt angefertigt. Als diese im Jahr 1875 abgebrochen wurde, wurde die Kanzel nach Herzebocholt verkauft und tat in der Schüttensteiner Kirche ihren Dienst. Doch infolge der Liturgiereform wurde die Kirche 1969 modernisiert. Die Kanzel musste weichen und wurde zunächst in der Tischlerei Schlütter gelagert. Später stand sie viele Jahre in einem Museum. Vor allem Mitglieder des Kirchenvorstands setzten sich dann dafür ein, dass die Kanzel an ihren alten Platz zurückkehrt.
Doch zuvor stand eine Restaurierung an. Der Zahn der Zeit hatte an dem 250 Jahre alten Denkmal aus Eichenholz genagt. Zudem war das Holz der Treppe teilweise für die Verkleidung eines Altartisches verwendet worden. 2004 kam die Kanzel in die Akademie des Handwerks nach Raesfeld, wo Studenten der Baudenkmalpflege dafür sorgten, dass sie restauriert und gereinigt wurde und eine neue Treppe bekam. Seitdem kann sie wieder für Predigten genutzt werden. Der Seelsorger der Rektoratsgemeinde, Pater Hugo Stahl aus Münster, hat bisher jedoch noch nicht von der Kanzel gepredigt. Das sei heutzutage nicht mehr üblich, sagt der Kapuziner. Dennoch gefällt ihm das alte Holzdenkmal. "Es schmiegt sich sehr schön in den Altarraum ein." Und immerhin bestehe ja die Möglichkeit, irgendwann einmal von dort oben zur Gemeinde zu sprechen. "Ganz ausschließen tu ich es nicht." Text und Foto: Almud Schricke, 14.04.2008

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